© 2019 Chorprojekt St.Gallen

«Media Vita in morte sumus»

Zur Zeit bereitet das Chorprojekt Peter Roth's Komposition zum 80. Geburtstag von Niklaus Meienberg vor. Die Premiere ist am Sonntag, 23. August um 17 Uhr im Pfalzkeller in St.Gallen geplant. Weitere Aufführungen am Samstag, 12. Sept., 20 Uhr, Kirche Trogen AR und Sonntag, 13. Sept. 17 Uhr, Kirche St. Peter Zürich

Es wirken mit:
Peter Roth
(Komposition, Leitung)
Albin Brun (Sax)
Adelina Filli (Kontrabass)
Maurizio Grillo (Schlagzeug)
Peter Roth (Klavier)
Dodo Déer (Lesung)
Chorprojekt St.Gallen

Konzerte in Vorbereitung

Wir informieren baldmöglichst über die Details.

Sa. 23. August 2020, 17 Uhr · Pfalzkeller St.Gallen

Sa. 12. Sept. 2020, 20 Uhr · Kirche Trogen AR

So. 13. Sept. 2020, 17 Uhr · Kirche St. Peter Zürich

Konzerte mit Vorverkauf

Inhaltsbeschreibung: Zum 80. Geburtstag von Niklaus Meienberg führt das Chorprojekt St.Gallen eine neue Komposition von Peter Roth auf, welche Texte des sprachgewaltigen St.Galler Journalisten Niklaus Meienberg im Kontext aktueller Zeitfragen vertont. Das Werk thematisiert die Frage, wie wir mit unbequemen Botschaften und BotschafterInnen umgehen sollen. Dem Werk liegt die Haltung zugrunde, dass alles miteinander verbunden ist, wir sind als Menschen Teil eines gemeinsamen, verletzlichen Lebensraumes.

Musikalisches und inhaltliches Zentrum der Komposition bildet dabei die Sequenz «Media vita in morte sumus» von Notker Balbulus, im 9. Jahrhundert Mönch im Kloster St.Gallen. Während sich Notker Balbulus, beim Anblick der Brückenbauer, schwebend über dem Goldachtobel, der tödlichen Gefahr dieser Arbeit bewusst wurde, erwachen wir heute, 1100 Jahre später, gerade aus dem Traum der totalen Berechenbarkeit, Sicherheit und Kontrolle: «Media vita in morte sumus»!


So wie Niklaus Meienberg (1940 bis 1993) für seinen Recherchier-Journalismus durch Schreibverbote bestraft wurde, erlitten und erleiden – von der Seherin Kassandra im trojanischen Krieg bis hin zur jugendlichen Aktivistin Greta Thunberg im hier und heute – jene, die uns mit unbequemen Fakten konfrontieren, dass sie lächerlich und fertig gemacht werden. «Killing the messenger» anstelle der Einsicht, damals, dass der trojanische Krieg verloren gehen musste. Und anstelle der Einsicht heute, dass wir uns nicht länger, auf Kosten künftiger Generationen, im Supermarkt der natürlichen Ressourcen bedienen können: «Media vita in morte sumus»!