Wisst ihr denn nicht

Aufführungen 2019:
Samstag, 23. Februar 2019, 20.00 Uhr, Grubenmannkirche, Teufen AR
Sonntag, 10. März 2019, 17.00 Uhr, Kirche St. Maria Neudorf, St.Gallen
Sonntag, 10. März 2019, 20.00 Uhr, Kirche St. Maria Neudorf, St.Gallen
Samstag, 15. Juni 2019, 20.00 Uhr, Grossmünster, Zürich
Sonntag, 23. Juni 2019, 17.00 Uhr, Lukaskirche, Luzern

Aufführungen 2018:
Samstag, 3. November 2018, 20.00 Uhr, Kirche Alt St.Johann
Sonntag, 4. November 2018, 17.00 Uhr, Kirche St.Laurenzen, St.Gallen


SAITEN_11548


Inhalt
Die Komposition übersetzt die lateinischen Texte der einzelnen Sätze des Requiems (Totenmesse) in das Leben vor dem Tod und thematisiert die Anwendung von Gewalt im Namen von Konfessionen und Religionen in Geschichte und Gegenwart. Die Zeugnisse der Opfer, die Bitte um Vergebung und die Stimmen der Gewaltlosigkeit von der Bergpredigt bis zu Dorothee Sölle, führen uns zur Vision eines friedlichen Zusammenlebens, wie es bereits der Prophet Jesaja in seinen Visionen eindrücklich beschreibt.

Form
Die Reihenfolge der Sätze orientiert sich an der liturgischen Form des Requiems. So beginnt die Komposition im Eingangschor mit der Erinnerung an das göttliche Licht in uns (Requiem aeternam), thematisiert die Gewaltanwendung im Namen der Religion – vor und nach der Reformation (Kyrie | Christe | Kyrie), lässt die Opfer – besonders die Frauen – Zeugnis ihres Leidens ablegen (Offertorium), besingt die Würde und Heiligkeit allen Lebens (Sanctus), verkündet das Postulat der Gewaltlosigkeit (Pie Jesu), bittet um ein friedliches Miteinander (Dona nobis pacem), fordert die Befreiung von Ideologien, Dogmen und zerstörerischen Denkmustern (Libera me) und mündet im Schlusschor in die kraftvolle Vision eines versöhnten und friedlichen Miteinanders im Hier und Jetzt, inspiriert durch die Inaugurationsrede von Nelson Mandela (In Paradisum). Der Chor und das Solistenquintett singen im Wechsel die liturgischen, lateinischen Texte der Totenmesse und interpretieren die alten, auf Hölle und Jenseits bezogenen Texte, in einer diesseitigen, reformatorischen, zeitgemässen und auf unsere grossen Zeitfragen bezogenen Art und Weise in deutscher Sprache: Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung.

Es wirken mit:
Peter Roth (Komposition, Leitung)
Michael Neff (Trompete, Flügelhorn)
Albin Brun (Sax, Schwyzerörgeli)
Adelina Filli (Kontrabass)
Maurizio Grillo (Schlagzeug)
Peter Roth (Klavier)
Annelies Huser-Ammann (Jodelstimme)
Doris Bühler-Ammann (Sopran )
Regina Huser (Mezzosopran)
Margrit Hess (Alt)
Peter Walser (Bass)
Chorprojekt St.Gallen


> FLYER «Wisst ihr denn nicht – ein Requiem für die Lebenden (PDF)


> PROGRAMMHEFT mit Texten und Hintergrundinformation ansehen (PDF)


> Bericht Konzerte vom November 2018 – St. Galler Tagblatt vom 6.11.2018 (PDF)


> Gespräch mit Peter Roth – St. Galler Tagblatt vom 1. 11.2018 (PDF)