Alles was lebt, trägt ein Lied in sich

Die von Peter Roth geschaffenen Chorwerke beinhalten berührende Lieder, die von Solistinnen und Solisten gesungen werden. In einer Matinée werden unter Mitwirkung
des Komponisten verschiedene Sololieder aus drei Kompositionen aufgeführt und damit der kammermusikalische Aspekt des Schaffens von Peter Roth präsentiert.

Programm

«Alles was lebt, trägt ein Lied in sich» – Vier Lieder und ein Nachklang mit Texten von
Silja Walther und Michelangelo Buonarotti für Alt (Margrit Hess), Klarinette (Manfred Wetli)
und Klavier (Peter Roth)
In ihren ebenso knappen wie tiefgründigen Gedichten erspürt Silja Walther (*1919, † 2011, Nonne im Kloster Fahr) den göttlichen Urgrund allen Seins. In der Stille ihrer Zelle im Kloster Fahr, in Kontemplation und Gebet erfährt sie Gott als Lied, das alles Lebendige beseelt. Michelangelo Buonarotti (der Entdecker der Perspektive) ahnt in seinem kurzen Gedicht andere Räume – jenseits der drei Dimensionen.

«Dona nobis pacem» – Messe nach gregorianischen Melodien und ein Hymnus
von Hildegard von Bingen für Solostimmen (Annelies Huser, Doris Bühler, Regina Huser,
Werner Bollhalder) und Orgel (Peter Roth)

Sowohl die lateinisch- liturgischen Texte der Messe, als auch der Hymnus von Hildegard von Bingen (*1098, † 1179) erzählen von Gott als Quelle allen Seins. Und die bald 2000 jährigen Melodien der gregorianischen Gesänge tragen diese Botschaft, eingekleidet in die alpenländische Tradition des Drei- und Viergesangs, ruhig atmend, zeit- und  mühelos in unsere geschäftige und hektische Welt!

«This Body is a Rose»– Vier Lieder nach Texten von Dschallaludin Rumi für Singstimme
(Barbara Balzan), Kontrabass (Adelina Filli) und Klavier (Peter Roth)

In den Gedichten des islamischen Sufi-Mystikers Dschallaludin Rumi (*1207, † 1273) erscheint immer wieder das Zeitlose hinter der ablaufenden Zeit, die Essenz unter der Oberfläche der Form, das eigentliche Sein in allen Erscheinungen. In diesen Gedichten voll orientalischer Poesie trifft er sich eindrücklich mit den Einsichten der Mystikerinnen Hildegard von Bingen und Silja Walther – jenseits und über die Grenzen von Kulturen und Religionen.